Italien ruft

Wir waren früher bereits an der Nord- und Ostsee mit einfachen Strecken bis ca. 1100 km. Nachdem das Wetter uns in früheren Jahren im Norden nicht so wohl gesonnen war, dachten wir, dass wir im September doch mal die Strecke auch nach Süden fahren können.
Ein längerer Urlaub stand an und wir schauten mal vorab, wie weit wir denn so fahren.
1100 km und wir landen auf der Adriaseite im Bereich Manfredonia. So entschlossen wir uns, dass wir doch dorthin fahren.
Das Ziel sollte der Campingplatz Lido Salpi südlich von Manfredonia sein.

Wir machten uns auf den Weg. Ursprünglich wollten wir im Bereich Rimini/Riccione eine Zwischenübernachtung machen. Da wir gut durchkamen entschlossen wir uns, noch ein Stückchen zu fahren.
Über die ASCI-App einen Campingplatz herausgesucht und im Navi eingegeben. Wir verließen die Autobahn und .... das Navi schickte uns wieder zurück auf die Bahn. Also das Handy als Navi genutzt und wieder kehrt gemacht, da hier die Abmessungen des Wohnmobil nicht berücksichtigt werden. Bei einer Durchfahrthöhe von 2 m hätten wir ein oben offenes WoMo gehabt 😎.
Na ja, wieder auf die Bahn und weiter bis wir letztendlich am Campingplatz Camping Villaggio Calypso in Cupra Marittima landeten.
Wir bekamen einen Platz zum Übernachten mit Strom am Rande des Pkw Parkplatz hinter dem Restaurantgebäude. Der Weg zum Sanitärgebäude war dafür etwas weiter.

Nach einer Nacht ging es weiter bis zu unserem ursprünglichen Ziel, dem Camping Lido Salpi bei Manfredonia.
Was uns auffiel, war der Müll, der sich neben den Straßen in diesem Teil von Italien befand.
Wir wurden am Campingplatz freundlich aufgenommen und bekamen einen Platz zugewiesen. Auf diesem fand unsere Sat-Antenne jedoch keinen Satellit, so dass wir den Platz wechselten. Auch hier fand unsere Anlage keinen Satellit. Auch das kostenfreie WLan war hier nicht zu empfangen.
Da uns der Campingplatz Lido Salpi für die Dauer die wir bleiben wollten nicht zusagte, fuhr ich nach einem Blick in die ASCI-App, welcher Campingplatz noch geöffnet hat und wie lange, die Gargano Küstenstraße entlang bis Vieste bzw. Molinella zum Camping Village Molinella Vacanze. Nachdem alles geklärt war, fuhr ich wieder zurück nach Manfredonia.

Nach zwei Übernachtungen verließen wir den Camping Lido Salpi und machten uns auf den Weg nach Vieste zum Camping Village Molinella Vacanze.
Wir bekamen unseren Platz (sandiger Boden) und richteten uns ein. Unsere Sat-Anlage fand auf Anhieb den Satellit; das WLAN Signal des Campingplatzes war auch zu empfangen.
Wir verweilten auf dem Platz für 5 Wochen.
Da wir länger als zwei Wochen blieben, konnten wir Liegen am Strand (2./3. Reihe) umsonst nutzen, solange diese noch aufgestellt waren. Täglich kam ein Obst-/Gemüsehändler mit einem kleinen Piaggio-Lkw und frischem Obst/Gemüse zu fairen Preisen. Der Campingplatz war sehr sauber; die Sanitärgebäude wurden fast durchgehend gereinigt.
Die Umgebung wurde während des Aufenthalt mit dem Motorrad ausgiebig erkundet. Motorradfahren am Gargano mit seiner Höhe von bis zu 1000 m macht Spass. Es gibt etliche schöne, kurvige Strecken.
Anja machte eine Bootstour entlang der Küste mit seinen atemberaubenden Grotten.

Nach langer Zeit hieß es Abschied nehmen und wir machten uns auf den Heimweg. Kurz nachdem wir losfuhren, prasselte der Regen auf uns hernieder. Unser Ziel für den Tag war der Wohnmobilstellplatz Camper Club Mutina, den wir uns für die Zwischenübernachtung ausgesucht haben.
Wir waren mit dem Platz sehr zufrieden. 
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rest des Heimweges und kamen gut durch.

Das war das erste Mal, dass wir über einen Monat im Wohnmobil verbrachten. Es funktioniert 👍!